Wie können Pädagogen unterstützen?

Jedes Kind will lernen und freut sich auf die Einschulung. Leider merken Kinder mit einer Legasthenie und Dyskalkulie sehr schnell, dass sie den Anforderungen im Unterricht und bei den Prüfungen nicht gewachsen sind. Es bedarf daher eines hohes Verständnisses seitens der Lehrerinnen und Lehrer, auf ihre besondere Situation einzugehen.Eine frühzeitige schulische Testung der Fertigkeiten im Lesen, Rechtschreiben oder Rechnen kann deutlich machen, wie der aktuelle Lernstand des Kindes ist. Bestimmte Tests geben auch Hinweise auf mögliche Interventionen. Ein individueller Förderplan soll helfen, auf die besonderen Probleme des Kindes einzugehen.

Wenn die Lernfortschritte, die das Kind macht, weiterhin vom Klassendurchschnitt abweichen, sollte in einem Elternberatungsgespräch angeregt werden, das Kind außerschulisch auf eine Legasthenie oder Dyskalkulie testen zu lassen. Die Diagnostik wird dann von einem Kinder- und Jugendpsychiater oder in einem sozialpädiatrischen Zentrum durchgeführt. Nur so kann herausgearbeitet werden, was die Ursachen für die anhaltenden Lernschwierigkeiten sind und welche Interventionsmaßnahmen erfolgen sollten.

Sofern Schülerinnen und Schüler trotz allgemeiner Förderung und zusätzlichem Förderunterricht im Verlauf der Schulanfangsphase die Anforderungen im Lesen und Schreiben nicht erfüllen, ist zu prüfen, ob eine gravierende Lese- und Rechtschreibschwierigkeit vorliegt.

Für die Förderung  erstellen die Lehrerinnen und Lehrer individuelle Förderpläne. Die diagnostischen Ergebnisse  sind mit Art, Umfang und Dauer der eingeleiteten Fördermaßnahmen in einem Bericht kontinuierlich zu dokumentieren.

Wenn Schülerinnen und Schüler Schwierigkeiten beim Erlernen des Lesens, Schreibens und Rechnens haben, ist dies keine einfache Aufgabe für Pädagogen. Einfach ist es jedoch Verständnis für die Situation zu zeigen und die erbrachten Leistungen  - auch wenn diese sich nicht unbedingt im Ergebnis widerspiegelt - zu loben. Und das nicht nur bei Legasthenie und Dyskalkulie.

Weiterführende Informationen finden Sie in den Handreichungen des BVL für Lehrkräfte, die kostenfrei zum Download angeboten werden

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Christel Hanke
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- aktualisiert am 26.10.2026 -

Ziele & Aufgaben des LVL Thüringen

Vielfalt ist gut! Legasthenie und Dyskalkulie sind Teil dieser Vielfalt. Wir alle haben unsere Stärken und Schwächen, unsere Begabungen und Einschränkungen – mit den richtigen Rahmenbedingungen können wir unsere Stärken entfalten und mit unseren Schwächen gut leben.

Zentrales Ziel des LVL Thüringen ist es, für Menschen mit Legasthenie und Dyskalkulie angemessene Bedingungen in den Ländern zu schaffen und individuelle Bildungschancen auf den Weg zu bringen!

Gemeinsam wird vieles leichter!

Unser Landesverband Thüringen hat es sich bereits vor Jahrzehnten zur Aufgabe gemacht, Menschen mit Legasthenie und Dyskalkulie und ihre Familien aktiv zu unterstützen sowie aktuelle Informationen zur Bildungspolitik und über Forschung & Wissenschaft zur Verfügung zu stellen. Sie und Ihr Kind haben Anspruch auf Chancenausgleich und Hilfestellungen und für diesen Anspruch setzen sich der BVL und seine Landesverbände ein! Werden Sie Mitglied in unserem Verband – gemeinsam wird vieles leichter.

Vorstand LVL Thüringen

Claudia Heber
1.Vorsitzende

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